Berichte der Literaturgruppen


 


Donna Tartt, Der Distelfink, München 2015

Ein Lesemarathon

Sechs Wochen hat sie uns in ihren Besitz genommen, die wundervolle Donna!
So gehaltvoll und detailversessen hat uns die smarte Amerikanerin in Atem gehalten: 1020 Seiten, alle Achtung! Sie ließ uns teilhaben an ihrer Ausdauer und Raffinesse. Die Quälerei hat sich gelohnt, wir haben gelesen und gelesen, wir haben durchgehalten und waren danach glücklich!

Hier die radikal gekürzte Wiedergabe:

Der Ich-Erzähler berichtet verängstigt aus einem Hotel in der Welterbestadt Amsterdam. Er scheint sich auf der Flucht zu befinden. Theo heißt der junge Mann, wir ahnen kühl, dass wir damit einer tragischen Figur begegnet sind. Er träumt von seiner Mutter, die scheinbare Wiederkehr einer Toten, die Theo noch immer innig liebt. Sie wurde tragisches Opfer eines Anschlages, den Theo überlebte, seine Mutter jedoch nicht. Sie war eine gebildete Frau mit irischen und indianischen Wurzeln. Theo war damals 13 Jahre alt. Der Vater hatte die Beiden verlassen und der Knabe war der Mutter einziger Trost. Zwischen Beiden bestand eine innige Beziehung. Theo galt als hochbegabt, hatte aber in der Schule nur wenige Freunde und wurde zudem von den weniger Begabten und Neidischen häufig gemobbt. Sein einziger Freund Andy“ ist ebenfalls hochintelligent.


Vorlesen und Erzählen

Der Dritte im Bunde:

Friedrich Hebbel und das Wesselburener „Anti-Platt“ – Syndrom

Friedrich Hebbel (1813 – 1863) hatte es nicht weit bis nach Heide, durch die Heide waren es  ca. 1O km. Aber wie oft er dorthin keuchend gewandert ist, wurde vom jungen Friedrich nicht preisgegeben. Wir wissen allerdings von Klaus Groth, dass er Hebbel kurz vor dessen  Flucht nach Hamburg einmal begegnet war. Wesselburen war für Hebbel ein Trauma. So lässt sich wohl auch erklären, dass er in seinem lyrischen Werk nicht den Versuch unternahm, ein Gedicht im Wesselburener Platt zu verfassen. Allerdings lobte er später das niederdeutsche Werk seines Landsmannes Klaus Groth. Ansonsten war er mit Kritik an seinen zeitgenössischen Dichterkollegen schnell bei der Hand, so dass das Lob für Groth um so höher einzuschätzen ist. Als Hebbel sich einen Namen gemacht hatte, lebte in Wesselburen aus seiner Familie nur noch der Bruder Johann, der sich als Tagelöhner über Wasser halten musste. Sein Bruder ähnelte dem verhassten Vater und in der Jugend war Johann zudem auf Mutters Liebling „Friedrich“ eifersüchtig. Nachdem Hebbel mit 22 Jahren Wesselburen verließ, hatte er nie mehr heimatlichen Boden betreten.

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