Berichte von Reisen verschiedener Gruppen


Schloss Berlepsch im September 2018

Wilfried Werner hatte wieder einmal eine interessante historische Stätte für uns ausgesucht, die uns bereits kurz vor der Niedersächsischen Grenze beim die A7 verlassend auf der Höhe bei Witzenhausen schon von weitem einladend zuwinkte, nämlich Schloss Berlepsch, nicht nur ein Ort mit großer wechselvoller Geschichte, sondern das Ungewöhnlichste, seit ihrer Entstehung im 14. Jh. als wehrhafte Burg und zum Umbau im 19. Jh. als Schloss ununterbrochen bis heute von der Altadel-Familie Berlepsch, edle Ritter, Raubritter, Freiherrn und Grafen bewohnt wird, die rundherum noch auf großen Grundbesitz blicken kann.
Auf einem Teil davon hat sich „Robins Nest“ angesiedelt, wo Baumhäuser in verschiedenster abwechslungsreicher Bauart für die besondere Art der Urlaubsunterkunft mit viel Phantasie und naturgerecht in den Wald hineingebaut sind.
   Schloß Berlepsch 2018  Schloßkirche Berlepsch  Talblick 2018
Bevor wir uns einer Burgführung anschlossen, holten wir uns noch schnell den Segen der bereits verblichenen Schlossherren an deren Gräbern rund um und in der Schlosskapelle, etwas unterhalb des Schlosses bewaldet gelegen.
Und was uns der Gästeführer durch das weitverzweigte Schloss treppauf treppab zur mehr als 6 Jahrhunderte alten Berlepsch-Geschichte teils sehr humorvoll zum Besten gab, war historisch fesselnd, bemerkenswert und Anekdoten durchsetzt. So zeigt das Berlepsch-Wappen u.a. einige kleine Vögelchen, Sittiche, und so ist jedem männlichen 'Berlepschen' bis heute dem Vor- auch der Name Sittich zugeordnet und ein Berlepsch-Graf, Ornithologe, richtete einst auf dem Schloss eine große vogelkundliche Sammlung ein.
Eigentlich passend und naturgegeben wurden hier in den 50er- und 60er-Jahren Arbeiten für Edgar Wallace- und andere Gruselfilme gedreht. Vielleicht davon inspiriert siedelten sich für mehrere Jahre auf dem Schloss die Bhagwan-Anhänger an. Durch drei Stockwerke schlurfend konnten wir uns natürlich auch von den geschichtsreichen Schlosserlebnissen u.a. bewiesen durch eine klapprige Ritterrüstung im wunderschön Wand- und Decken- bemalten Rittersaal überzeugen. Schließlich krabbelten wir Schweiß treibend die mehr als 70 Stufen hinauf auf den Schlossturm. Aber nach Luft hechelnd dort oben angekommen war die Belohnung ein atemberaubender Blick übers Werratal und die weitläufige Umgebung.
Heute bietet sich Schloss Berlepsch besonders als Restaurant-ziel an, und natürlich haben wir auch in wunderschöner historischer Umgebung das Essen genossen.
Jedoch zu unserem Bedauern werden diese Tagesausflüge wegen zu erwartender Winterstraßenverhältnisse erst wieder im nächsten April aufgenommen. Freuen wir uns einfach schon jetzt auf die immer tolle Zielauswahl durch Wilfried und Brigitte Werner.

Christa Bieker, 29.9.2018

 Tagesreise Juli 2018 ins Fürstenberger Schloss mit Porzellanmanufaktur

Der Name Fürstenberg im Weserbergland, nördlich von Bad Karlshafen Richtung Hameln gelegen, geht auf kein adeliges Geschlecht zurück, beschreibt nur die hohe fürstliche Lage des Schlosses, 90 m hoch über der Weser. Blick von Fürstenberg ins Wesertal Und so kann man oben angekommen einen atemberaubenden Blick auf das Wesertal genießen.

 Nicht nur weil wir ein Schloss betraten, wurden wir gleich ehrfürchtig umgeben von der vornehmen Tischkultur dieser berühmten Porzellanmanufaktur „Fürstenberg“, die seit 1747 natürlich nach einigen Umbauarbeiten im Schloss FürstenbergSchlossgebäude bzw. Schlossgelände, wo mittlerweile moderne Produktionshallen entstanden, untergebracht ist. Herzog Karl I. verfügte, dass die Porzellanstücke bis heute mit einem blauen „F“ gekennzeichnet werden.Das Fürstenbergsymbol

 Um all das näher kennenzulernen, durchwanderten wir - unterstützt von einer Führung - das im Schloss bestehende Porzellanmuseum, das einen eindrucksvollen Überblick über die teils einmaligen Produkte von der Rokoko-zeit bis heute bietet. Besonders faszinierend sind die oft aufwendigen Bemalungen auf dem hauchdünnen Porzellan von geschmackvollen, Augen schmeichelnden Farben bis zu feinsten Goldtönen und oft hoch künstlerischen Wert, der immer die Liebe zum Subjekt mit besonderer Sorgfalt und Könner- bzw. Künstlerschaft widerspiegelt.

 Jetzt interessierte uns nur noch, wie solche Porzellankostbarkeiten, die ja zum Großteil in Handarbeit gefertigt werden, entstehen. Dazu bot uns das Museum in der im oberen Stockwerk befindlichen Besucherwerkstatt ausführliche Erklärungen, wie der Hauptbestandteil von Fürstenberger PrunkvasePorzellan, nämlich Kaolin, in aufwendiger, meist künstlerischer Arbeit zu solchem Augenschmaus gemacht wird.

 

Mit der heimlichen Frage, könnten wir unser Zuhause hiermit auch ein wenig schmücken, besuchten wir die angrenzende Verkaufshalle mit riesiger Auswahl vom Service über Vase, Kerzenleuchter, Aschenbecher usw. und verließen nach einem Blick in unser Portemonnaie dann doch dieses reizende Fürstenberg, aber glücklich über das Erlebte.

Christa Bieker, im Juli 2018

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