Berichte zu verschiedenen Wanderungen
Unsere letzte Novemberwanderung 2025
Unter der Führung von Renate Bock wanderten wir am 29.11.um 10:15 in Gensungen am Bahnhof los: Hildegard, Irmgard, Sieglinde, Dörte, Karl, Wolfgang mit Betreuer, Jutta.
Ziel war der Heiligenberg. Der Hinweg führte durch das zauberhafte Sunderbachtal, welches ausser Renate bisher niemand kannte! Wer hätte gedacht, dass es nach den zahllosen attraktiven Wanderrouten, die wir in den letzten Jahren kennen lernten, noch eine solche Entdeckung in der Nähe gibt! Das „ typische“ Novemberwetter, diesig, grau, Nieselregen, tat dem Charme des Bachlaufes keinen Abbruch. Das schmale Gewässer schlängelt sich in seinem naturbelassenen Bachbett entlang eines von nassem Laub bedeckten Pfades, der uns unterhalb und parallel zur Strasse Gensungen- Beuern entlang führte. Mehrfach überquerten wir den Bach mittels kleiner Brücken. Schließlich endete diese schöne Strecke, und wir querten nach kurzem Anstieg die Strasse, um weiter Richtung Heiligenberg zu wandern. Wolfgang und Betreuer kehrten hier um, da der Anstieg recht anstrengend erschien. Im Wald führte der Pfad mit ordentlicher Steigung bis zum Hotel/ Restaurant. Hier wurde gerade eine Hochzeitsgesellschaft bewirtet. Wir wanderten ohne Einkehr den letzten, sehr steilen Abschnitt des Weges hoch zur Burg, wo uns trotz des diesigen Wetters ein Panoramablick belohnte. Das weitläufige Gelände der Burg ist gut gepflegt und von eindrucksvollen Mauern bzw. Mauerresten umgeben. Über den Ars natura Weg , vorbei an fantasievollen Werken verschiedener Künstlerinnen und Künstler , gelangten wir nach insgesamt knapp 3 Stunden flott zurück in den Ort.
Jutta Schlia-Zimmermann, 29.11.2025
Bericht über die Freitagswanderung am 18.7.25
Am 18.7. hatte Hildegard B. eine Wanderung um den Emser Berg geplant. Kurz vor dem Start um 10:30 in Bad Emstal-Sand am Rathaus erreichte uns noch ein Anruf eines Wanderfreundes, der sich leider im falschen Bus befand und nun für sich beschlossen hatte, wieder heim zu fahren. Eine weitere Wanderfreundin verfuhr sich in Kassel, erreichte den Startpunkt viel zu spät und begab sich dann auf eigene Faust zu einer abenteuerlichen
Wanderung - abseits der üblichen Wege - durch den Rieder Wald. So liefen wir zu Sechst los.
Der Emser Berg ist von Bad Emstal - Sand leicht erreichbar. Er erhebt sich jenseits der Ems, ist dicht bewaldet und erstreckt sich in Richtung Merxhausen und Wichdorf. Maximal erreicht er eine Höhe von 446,5 m. Am Westhang gegenüber der Ortschaft Bad Emstal entstand vor Jahren eine Ferienhaussiedlung, desweiteren befindet sich hier das Naturfreundehaus.
Von hier aus führte ein recht steiler Pfad bergan, bis wir auf einen gut ausgebauten Wanderweg gelangten und nach rechts abbogen, um entgegen dem Uhrzeigersinn den Berg zu umrunden. Highlights waren die immer wieder zwischen den Bäumen möglichen Blicke in die Ferne über die Nordhessische Basaltkuppenlandschaft. Als weitere Attraktion boten sich die reich tragenden Waldhimbeersträucher an, die besonders gut an lichteren
Böschungen gediehen und mit ihrem ursprünglichen, kräftigen Aroma jede Zuchthimbeere übertrafen. Solange wir uns noch nahe der Ortschaft befanden, trafen wir einzelne Hundebesitzer beim Spaziergang. Weiter entfernt jedoch sind die wunderbaren Wanderwege um diese Zeit menschenleer. Wir konnten ungestört von Abgasen und Lärm die gute Luft und den würzigen Duft des Waldes geniessen.
Am Weg fiel uns eine Tafel auf mit der Inschrift „ Engelsruh " und folgender Erläuterung: es handelte sich um einen Rastplatz, der in früheren Jahren von Bäuerinnen auf dem Weg zum Markt nach Kassel genutzt wurde. Es ist heute kaum vorstellbar, dass diese Strecke vor in Betriebnahme der Naumburger Kleinbahn regelmäßig zu Fuss oder mit einem Pferdekarren bewältigt wurde.
Nach flotter, 2-stündiger Runde um den Berg ging es wieder hinab zum Bachtal, welchem wir eine Strecke folgten, um im Ort in Hildegards schönem Garten einzukehren. Sie hatte zum Grillen eingeladen (siehe Foto). Diesmal stand Ehemann Wolfgang am Grill, und hinter uns auf dem Rasen stand plötzlich unsere „vermisste“ Wanderfreundin! Mit strahlendem Gesicht berichtete sie von ihren Abenteuern in Riede und war gerade rechtzeitig wieder aufgetaucht, als die ersten Würstchen verzehrfertig vom Grill kamen. Entspannte und gut gelaunte Gesichter vermittelten den Eindruck von Zufriedenheit und bei lebhafter Unterhaltung hatte Langeweile keinen Platz.
Wir freuen uns auf die nächsten Touren!
Jutta Schlia-Zimmermann im Juli 2025