Berichte der verschiedenen Sprachgruppen


 

Von politischen Diskussionen und Weihnachtsliedern

Bericht zu English Conversation Online
Februar 2021

Im Dezember haben wir uns ins Netz gewagt und uns seit langer Zeit wieder einmal online getroffen, zunächst auf zoom. Für viele von uns war das ein neuer Schritt in die elektronische Welt und es erforderte ein bisschen Überwindung. Viele von uns haben aber dankbar bemerkt, dass es sehr gut tut, sich – wenn auch online – mal wieder zu sehen und zu sprechen. Zum Ende Dezember hatten sich unsere Treffen mit vier bis fünf Teilnehmern gut eingespielt, die Onlinekonferenzen von zoom und senfcall sind einfach zu handhaben.

Wie geht’s uns mit dem Lockdown, bringt er auch Positives mit sich, was sind unsere Wünsche und Vorstellungen für die Zukunft – das waren Themen unserer ersten Onlinetreffen. Wir haben aber auch einem amerikanischen Weihnachtslied hinterhergespürt und uns mit guten Wünschen für das neue Jahr beschäftigt.

Im Januar haben wir über Joe Biden, sein Regierungsprogramm und das europäisch-amerikanische Verhältnis gesprochen. Beim Treffen am 11.1. haben wir uns mit dem Sturm auf das Kapitol beschäftigt und uns lebhaft die Köpfe heiß diskutiert: Wer waren die Eindringlinge? Was hat sie dazu angetrieben? Kann man mit Extremisten reden? Wie kann eine Gesellschaft nach einem solchen einschneidenden Ereignis das Vertrauen in ihre Demokratie wieder stärken? Was kann man im Kleinen tun, um demokratische Werte zu unterstützen? Wie ist das Geschehen in den USA mit unseren Verhältnissen in Deutschland vergleichbar? Ich will nicht behaupten, dass wir auf Lösungen gekommen wären, aber die lebendige Diskussion hat mir jedenfalls geholfen, die Dinge einzuordnen – und vor allem war es eine gute Herausforderung für meinen englischen Wortschatz. Vierzehn Tage später haben wir uns mit dem Gedicht „The Hill we climb“ von Amanda Gorman beschäftigt, das sie bei der Amtseinführung von Joe Biden deklamiert hat.

Das nächste Treffen sind wir etwas leichter angegangen, haben uns über Reiseerfahrungen in englischsprachigen Ländern ausgetauscht, schöne Erinnerungen und Anekdoten geteilt. Als nächstes Projekt wollen wir einen englischen Film oder eine Kurzgeschichte besprechen. Juliane Heine wird uns Vorschläge machen, wie wir dies konkret umsetzen können. Ich organisiere die vierzehntägigen Onlinetreffen, die montags ab 16.00 Uhr stattfinden. Um auch die Teilnehmer unserer Gruppe auf dem Laufenden zu halten, die derzeit nicht teilnehmen, schreiben wir kurze englische Zusammenfassungen zu jedem Treffen.

Wenn Sie jetzt Lust haben mitzumachen, sind Sie selbstverständlich herzlich willkommen. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich mit uns in entspannter Atmosphäre und in englischer Sprache zu den verschiedensten Themen austauschen möchten, wobei nicht das Sprachniveau entscheidend ist, sondern die Freude an der Kommunikation. Bitte nehmen Sie Kontakt mit Juliane Heine oder Kezia Rosenkranz auf (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Kezia Rosenkranz,  17.02.2021

Französisch stellt sich vor

Wir möchten Ihnen heute den Französisch-Sprachkurs vorstellen:

Der Kurs ist für Fortgeschrittene und hat den Schwerpunkt Konversation, er wird von zwei Muttersprachlerinnen geleitet: Mme. Hélène Keil und Mme. Marie-Paule Albin. Zur Zeit sind wir 9 TeilnehmerInnen.
Als Sprechanlässe dienen sowohl aktuelle Texte aus Zeitungen oder Zeitschriften, als auch literarische Texte mit mehr oder weniger hohem Anspruchsniveau, z.B. französische Erzähler des 20. Jahrhunderts.
Wir lesen abwechselnd Textabschnitte und sprechen dann auf Französisch darüber. Nebenbei ergeben sich eine Erweiterung des Wortschatzes und Erklärungen zur Grammatik.

Wir sprechen auch über besondere Sitten und Gebräuche, z.B. aus Anlass bestimmter Fest- und Feiertage und nehmen Sprichwörter und Redensarten unter die Lupe. Was ist typisch französisch – oder typisch deutsch? Auch hierüber kann man angeregt diskutieren und dabei seine Meinung überdenken.

 

Französisch kann ich auch bereits ein wenig

Wer von Ihnen spricht Französisch?

Ich behaupte, Sie sprechen alle Französisch – mehr oder weniger. Die französische Sprache ist überall im Deutschen präsent:

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Rendezvous. Sie gehen also ins Café oder ins Restaurant – vielleicht auch in ein angesagtes Bistro.
Sie bestellen einen Café au lait, nehmen einen Apéritif – oder einen Champagner.

Sie schauen in die Karte und breiten die Serviette auf ihrem Schoß aus. Sie wählen das Menü oder essen à la carte:

Als Vorspeise vielleicht eine Suppe oder einen Salat ?

Dann ein Kotelett mit Champignonsoße, dazu Pommes frites oder Püree.

Zum Schluss ein Dessert: eine Mousse au chocolat, eine Crème brulée oder ein Stück Apfeltarte? Und damit das Ganze auch bekommt, hinterher noch einen kleinen Digestif.

Viele Begriffe aus den Bereichen Gastronomie, Mode, Politik usw. haben Eingang in unsere Sprache gefunden. Wir verstehen sie und verwenden sie ganz selbstverständlich – wir empfinden sie oft gar nicht mehr als Fremdwörter, weil sich oft auch die Schreibweise der deutschen Sprache angepasst hat.

Wenn sie ganz und gar eingedeutscht sind und man ihnen ihre fremde Herkunft nicht mehr anmerkt, handelt es sich um Lehnwörter.

In unserem Beispiel: Karte, Suppe, Soße...

Mit den neuen Dingen sind oft auch ihre Bezeichnungen aus einem anderen Land übernommen worden – dies gilt natürlich in beide Richtungen.

So soll z.B. ein Franzose beim Anblick eines Dachfensters in Deutschland erstaunt ausgerufen haben: “Was ist das?“

Scheinbar konnte er sich die deutsche Bezeichnung nicht merken –jedenfalls ist „le vasistas“ das französische Wort für Oberlicht oder Dachfenster...

Wenn Sie Französisch sprechen, dann gehören Sie zu den 500 Millionen Menschen weltweit, die dies tun. Französisch ist die am dritt häufigsten gelernte Fremdsprache in Europa: nach Englisch (34%), Deutsch (12%) Französisch (11%).

Amtssprache ist es in 41 Staaten weltweit – es ist also eine Weltsprache mit über 110 Millionen Muttersprachlern und insgesamt 500 Millionen Sprechern.


Die französische Staatsflagge: La Tricolore

Die Franzosen sind sehr stolz auf ihre Staatsflagge – le drapeau tricolore oder la Tricolore.

Natürlich kennen Sie alle die französischen Nationalfarben:

Aber in welcher Reihenfolge erscheinen sie – und sind sie waagerecht oder senkrecht angeordnet?

Am 15. Februar 1794 – nach der Revolution – wurde die Flagge mit der heutigen Farbfolge blau-weiß-rot, senkrecht, zur offiziellen Nationalflagge der 1. Republik erklärt.

Die Bedeutung der drei Farben entspricht dem Wahlspruch:

Gleichheit – Freiheit – Brüderlichkeit also: égalité – liberté – fraternité.

Man fand ihn auch auf allen französischen Münzen, bevor der Euro eingeführt wurde.


Marie-Luise Meyer Herrmann, März 2015

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